Warum wird der Massendurchfluss gemessen?

Wir stellen uns zunächst einen Behälter mit einem Volumen von 1 Liter vor, der durch einen beweglichen, gewichtslosen Kolben abgedichtet ist. In dem Behälter befindet sich exakt 1 Liter Luft, bei einem Umgebungsdruck von 1 bar. Die Masse, der im Behälter befindlichen Luft, beträgt 1,293 g. Bewegen wir nun den Kolben in richtung Boden, bis zur Mitte des Behälters, nimmt die Luft nur noch das Volumen von 1/2 Liter in anspruch. Der Druck im Behälter ist auf ca. 2 bar gestiegen, jedoch bleibt die Masse von 1,293 g exakt dieselbe.

Volumen / Masse

Bei anderen Verfahren kommen Strömungsgeschwindigkeit, Volumenstrom oder Differenzdruck als Indikatoren für den Durchfluss zum Einsatz. Diese Methoden arbeiten jedoch druck- und temperaturabhängig und müssen über diese beiden Größen korrigiert werden, um eine Aussage über den Massendurchfluss treffen zu können. Die unmittelbare Messung des Massendurchflusses ist also generell genauer und damit von Vorteil.