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Die Regelung kleiner Durchflüsse im industriellen Umfeld muss mit einer Vielzahl von Umgebungs- und Prozessbedingungen fertig werden. Aber was bedeutet es genau, wenn wir von "industriell" sprechen? Das Wissen über die spezifische Anwendung und die Low-Flow-Fluidik trägt viel dazu bei, einen Prozess stabil zu halten.

Wir sprechen oft von "unkontrollierten Makroumgebungen" für Geräte, wenn wir von "im Freien" sprechen. Es kann sich aber auch um einen Raum oder eine Fabrik ohne (lokale) Klimatisierung handeln, in der Geräte vergleichbare Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen aufweisen wie im Freien.

Was ist bei Low-Flow-Anwendungen wichtig und auf welche Herausforderungen stoßen Sie? Lasst mich meine Ideen in diesem Blog teilen.

Was ist die IP-Schutzklasse?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die IP-Schutzklasse nicht immer richtig interpretiert wird. Eine möglichst hohe Schutzklasse wird oft mit einem "Industriegerät" verwechselt. Aber was bedeutet die Schutzklasse eigentlich? Die erste Ziffer einer IP-Einstufung bezieht sich nur auf den Schutz gegen das Eindringen von Staub und die zweite Ziffer auf den Schutz gegen das Eindringen von Flüssigkeit.

Eine höhere IP-Klassifizierung bedeutet daher nicht immer, dass das Gerät besser bzw. besser für Ihre Anwendung geeignet ist. Manchmal kann es die Dinge in der Praxis sogar noch verkomplizieren. Ein Grund dafür ist, dass selbst die dichtesten IP-geschützten Konstruktionen inneren und äußeren Temperaturschwankungen unterliegen. Dies kann zu interner Kondensation führen, insbesondere in Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit, wenn keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

Die passende Messtechnik ist wichtig für Applikationen mit kleinen Massenflüssen Es ist nicht überraschend, dass die Dinge in Low-Flow-Anwendungen oft viel kleiner sind als in der Prozessindustrie üblich. Dies bedeutet aber auch, dass häufige Prozess- und Umweltstörungen einen proportional größeren Einfluss auf diese Low-Flow-Anwendungen haben als herkömmliche "normale" Flow-Anwendungen mit großen oder sehr großen Durchflüssen.

Im Allgemeinen muss ein industrielles Durchflussmessgerät, wie ein Durchflussmesser oder Durchflussregler, für viele äußere Einflüsse geeignet sein, notwendig ist z.B. Korrosionsbeständigkeit, oder auch Unempfindlichkeit gegen Druckstößen, sowie mechanische Stoßfestigkeit. Diese Anforderungen führen oft dazu, dass anstelle von spezialisierten Geräten mit niedrigem Durchfluss eher industrielle Standarddurchflussmesser eingesetzt werden. Dies ist nicht immer die beste Lösung für die erforderlichen kleinen Durchflussbereiche und kann zu unbefriedigenden Ergebnissen führen.

Durchflussregler in der Industrie

Was der Anwender benötigt, ist eine geeignete Durchflussmessung und -regelung, die für den Einsatz während der wirtschaftlichen Lebensdauer der Anlage geeignet ist. Daher ist es am besten, das für den jeweiligen Zweck das am besten geeignete Durchflussgerät auszuwählen. Im Falle von Anwendungen mit niedrigem Durchfluss empfehle ich daher, spezielle Geräte mit niedrigem Durchfluss zu verwenden. Diese Durchflussmesser werden für diese Art von Anwendungen entwickelt und getestet.

Unsere industriellen Massendurchflussmesser und -regler mit niedrigem Durchfluss verfügen über integrierte PID-Controller und können mit integrierten Regelventilen oder anderen Stellorganen wie Pumpen ausgestattet werden, die speziell für Anwendungen mit niedrigem Durchfluss entwickelt wurden. Damit werden das Signal/Rausch-Verhältnis und die Regeleigenschaften stabilisiert, sie sind zudem proportional unempfindlicher gegen Störungen.

Bronkhorst industrielle Durchflussmesser und Durchflussregler

Gerne unterstützen wir Sie bei der Auslegung Ihrer Anlage und der Peripherie unter Berücksichtigung des Systemdesigns, beginnend mit der Auswahl der am besten geeigneten Mess- und Regelprinzipien. Unser Produktportfolio umfasst Durchflussmesser im Labor- und Leichtindustriebereich bis hin zu schweren IEC-Ex/ATEX-konformen Industrieversionen (....auch mit "hohen" IP-Schutzklassen).

Bildbeschreibung

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Unser Produktmanager für Flüssigkeitstechnologien, Ferdinand Luimes, erklärt den Umgang mit Vibrationen bei Coriolis-Massendurchflussmessern.

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